Espressomaschinen und ihre Technik

Für die meisten Menschen ist die Zubereitung von Espresso ein Rätsel. Der Unterschied liegt nicht, wie vielfach vermutet wird, beim verwendeten Kaffee, sondern nur an der Zubereitungsart. Jede Espressomaschine verwendet eine eigene Kombination diverser Techniken.

Technik und Zubereitungsmethoden für Espresso

Bevor Sie sich für den Kauf einer Espressomaschine entscheiden, sollten Sie die wichtigsten Einzelheiten kennen. Prinzipiell gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Espresso zu Hause zuzubereiten. In der Werbung und im Geschäft werden gerne auch günstige Maschinen beworben. Vor allem die gute alte Espressokanne oder Espressokocher genannt. Dabei entsteht jedoch kein Espresso, sondern Sie erhalten einen Mokka, bekannt als Türkisch-Arabischer Kaffee. Geschmacklich unterscheidet dieser sich erheblich vom echten Espresso. Grund ist der geringe Druck von maximal 1,5 Bar und die kurze Kontaktzeit mit dem Kaffee. Sie erhalten im Prinzip einfach einen sehr starken Kaffee. Manchmal etwas bitter und natürlich ohne die beliebte schaumige Crema aus Milchschaum.

Echte Espressomaschinen unterscheiden sich durch:

  1. Siebträger Maschinen
  2. Kaffee Vollautomaten

Bei den Vollautomaten und auch den weitverbreiteten Kapselmaschinen sowie den so genannten Druckbrühsystemen, wird eine Übergangsmethode, zwischen einem Mokka und dem echten Espresso verwendet. Das Prinzip ist vergleichbar mit einem Espressokocher, mit dem Unterschied, dass ein wesentlich höherer Dampfdruck zwischen 10 und 15 bar erzeugt wird. Die Kontaktzeit mit dem Kaffeepulver bleibt dennoch kürzer, als beim echten Espresso. Der Geschmack ist sehr gut und liegt irgendwo zwischen einem echten Espresso und einem Mokka.

Wenn Sie den gleichen Espresso genießen wollen, wie ihn ein gutes Restaurant oder Cafe anrichtet, kommen eigentlich nur Maschinen, die eine Siebträger Technik verwenden, in Frage. Sie arbeiten mit einer Siebträgermaschine schon wie ein echter Barista. Brühdruck, Temperatur, Festigkeit des Kaffees, Mahlgrad sowie die Wassermenge müssen je nach Bohnenwahl variiert werden. Das macht Spaß und bringt den Vorteil einer fast unendlichen individuellen Geschmacksvielfalt.

Einfacher ist ein Espresso-Vollautomat, auch in einer Kombination aus Kaffee- und Espressomaschine erhältlich. Dabei wird das Wasser vollautomatisch auf die erforderlichen 90-100 Grad erhitzt und etwa 30 Sekunden lang, mit mindestens 8 Bar, durch ein Sieb mit frisch gemahlenen Bohnen, gepresst, das in der Maschine integriert ist. Außerdem wird vom Automaten zusätzlich noch der Milchschaum erzeugt.

Die erheblichen Preisunterschiede bei Espressomaschinen, die von 50 EUR für eine günstige Kapselmaschine bis zu 5.000 EUR reichen können, erklären sich mit der verwendeten Technik, den Wahlmöglichkeiten bei den Einstellungen sowie den Verarbeitungsmaterialien ob Edelstahl, oder Plastik, die erhebliche Auswirkungen auf die Haltbarkeit haben.

Helen